AgroProtect The Future of AgroSCIENCE

 

Executive Summary

 

Schaderreger in der Landwirtschaft, insbesondere Pilze und Bakterien, verursachen weltweit jährlich geschätzte Verluste in Höhe von einigen 100 Mrd. USD.

 

Der weltweite Bedarf an Nahrungsmitteln wird bis 2030 auf das Zweifache ansteigen. Dieser wachsende Bedarf wird hauptsächlich durch (1) eine weiterhin expandierende Weltbevölkerung, (2) durch wachsenden Wohlstand in bevölkerungsstarken Ländern wie China und Indien, der mit einem höherem Fleischkonsum und einem höheren Verbrauch höherwertiger Lebensmittel einhergeht und (3) durch einen verstärkten Einsatz von Pflanzen zur Energie- und oder Rohstoffproduktion, wie z.B. Biodiesel und Ethanol, hervorgerufen. Anders als die saturierten westeuropäischen Industriestaaten setzen die aufstrebenden Schwellenländer aber auch die USA verstärkt auf neue innovative Technologien, um ihren wachsenden Bedarf an Nutzpflanzen zu decken. 1996 wurden in den USA die ersten gentechnisch veränderten Pflanzen ausgesät, bis 2008 wurden weltweit 125 Mio. Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Für einzelne Kulturpflanzen, wie beispielsweise die Sojabohne, liegt der Anteil an gentechnisch optimierten Pflanzen bereits heute bei über 70% bezogen auf die gesamte weltweite Anbaufläche.

 

Die AgroProtect GmbH, die im Herbst 2010 aus dem Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie (IME) in Aachen ausgegründet werden wird, verfügt über eine neue Plattformtechnologie, die Nutzpflanzen unempfindlich gegen Pilze und Bakterien macht. Das verwendete Prinzip erlaubt es, die Wirksamkeit zelleigener Abwehrstoffe in der Pflanze um mindestens das Tausendfache zu steigern, wodurch sie nur noch in sehr geringen Mengen von den Pflanzen hergestellt werden müssen. Die dadurch eingesparten Ressourcen kann die Pflanze in Wachstum und Ertrag investieren. Mit herkömmlichen gentechnischen Verfahren hergestellte Pflanzen müssen weitaus mehr Abwehrstoffe herstellen, um die gleiche Schutzwirkung zu erzielen. Die von AgroProtect hergestellten Nutzpflanzen garantieren deshalb einen hohen Ertrag bei einer gleichzeitig hohen Qualität. Die schnell auf unterschiedliche Pflanzen - Pathogensysteme übertragbare AgroProtect-Technologie kann hocheffizient eine vollständige Resistenz der Pflanze gegen den Schaderreger generieren. Dies ist weltweit bisher einzigartig. Damit wird die AgroProtect GmbH wird mit ihren durch Patente geschützte Produkte und ihrem Know-how-Vorsprung sowie aufgrund ihrer überlegenen Alleinstellungsmerkmale einen wichtigen Anteil an der Entwicklung neuartiger, zukunftsweisender Kulturpflanzen haben.

 

Die Gründer des Unternehmens, Herr Dr. Peschen und Frau Dr. Schleker, haben die grundlegende Technologie am Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie in Aachen maßgeblich entwickelt. Dr. Peschen konnte bereits im Jahre 2004 das Funktionsprinzip der Technologieplattform am Beispiel einer Modellpflanze zeigen (Peschen et al. 2004). Seitdem hat er die Technologie in seiner Arbeitsgruppe auf ein industriell einsetzbares Niveau weiterentwickelt.

 

Die AgroProtect GmbH wird sich zunächst auf die Entwicklung neuer Resistenzmarker, deren Integration in Hochleistungsorten, die Charakterisierung der resultierenden gentechnisch optimierten Pflanzen sowie deren Zertifizierung und Markteinführung konzentrieren.

Das Projekt und die Vorbereitung der Unternehmensgründung werden bereits seit 2008 vom BMBF im Rahmen des GO-Bio Programms in einer ersten Phase mit 2,0 Millionen Euro finanziert.

 

Weitere Produkte und Serviceleistungen in Form von Generierung neuer Resistenzmarker für  u.a. Weizen, Reis, Sojabohnen und Zuckerrüben sollen 2011 initiiert werden. Dadurch wird bereits 2011 der erste Umsatz durch Serviceleistungen erreicht.


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